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Transformation und Ausreifung von Staatsstrukturen im 21. Jahrhundert. Teil 1: Einführung und Übersicht

Das 21. Jahrhundert ist eine Epoche, welche vor allem dadurch besticht, dass sich politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische „Vorgänge“ immer schneller entwickeln und stetig an neuen Situationen angepasst werden müssen. Alles schreitet kontinuierlich voran, ordnet sich neu, wird ausgetauscht. Alles wird fließender.
Dies führt dazu, dass das, was heute aktuell ist, oftmals am Tage darauf schon als veraltet wahrgenommen wird.
Ordnungs- und Herrschaftsstrukturen werden nur dann nicht überholt und fortgespült, wenn diese zu jeder Zeit in der Lage sind, sich den Umständen entsprechend umzustrukturieren bzw. anzupassen. Dazu bedürfen jene Systeme aber eine weit fortgeschrittene Form der Ausreifung. Nur so können sie ihre „alte“ Identität ohne größere Mühen behalten.*
Wenn diese sich hingegen nicht verändern oder anpassen wollen, benötigen sie immer größer werdende Mittel und Kraftanstrengungen, um sich gegen das Auflösen, verändert oder ausgetauscht werden, erfolgreich zu wehren. In dieser Reihe konzentrieren wir uns unter anderem darauf, was es bedeutet, wenn Länder und Staaten in diesem „Spannungsfeld der schnellen Vorgänge“ eingebunden sind.

Wenn wir diese „Entwicklung der schneller werdenden Veränderungen“ auf Basis der Staatstheorie an einem nach innen gerichteten Staat anwenden, ergeben sich so immer häufiger Ursachen, welche tiefgreifende Umwälzungen mit sich bringen. Zu große Unterschiede zwischen „Regierende und Regierte“ brechen unmittelbarer in übergreifende Konflikte aus.
Wenn ein Land z.B. hauptsächlich durch die Exekutivgewalt beherrscht wird (aufgrund dessen ein machtpolitisches Ungleichgewicht innerhalb der Gewaltenteilung entsteht) und seine Macht missbraucht, wird sich natürlicher und gezwungener Maßen, eine Gegenkraft herausbilden. Diese hat die Möglichkeit z.B. durch eine gezielte Form von Aufklärung und Aktivismus, die Bevölkerungsmasse auf breiter Ebene zu verändern. Aufgrund dieser „Anpassung an den Umständen“, erhält sie die Kraft, den „Staat“ bzw. die Regierung „als Mantel des Staates“, in andere Richtungen zu drücken.
Sie zwingt dann ihrerseits alten Strukturen dazu, sich gegenüber Neuem zu öffnen und so Raum für Veränderungen zu schaffen. Die Bevölkerung wirkt in diesem Fall als der ausschlaggebende Katalysator. (Es gibt darüber hinaus viele weitere Konstellationen, welche einen Wandel ermöglichen. *) Diese Entwicklung wird im fortschreitendem 21. Jahrhundert immer häufiger und schneller vollzogen werden.

Wenn eine kritische Bevölkerungsmasse in der Lage ist, eine Staatsform bzw. die Ummantelung eines Staates, zu verändern oder gar auszutauschen, bleibt „das Prinzip des Staates als fester Kern“ davon aber unangetastet.
Denn der Staat als Idee bzw. Ordnungsform und „Ding an sich“, ist in Sinn und Zweck, vollkommen ausgereift. Nur die Prägung bzw. Form von Staaten, die Struktur um den Staatskern herum, ist bis heute nie zu einer Ausreifung im Sinne der „Vollendung“ gelangt. Man kann daher sagen, dass heutige Staaten zwar einen perfekten Kern haben, es darüber hinaus aber nicht schaffen, eine ummantelende Struktur -sprich Staatsform- zu entwickeln, welche einen ausgereiften Charakter besitzt. Fast alle Staaten dieser Welt sind in ihrer Ausprägung bei weitem nicht ausgereift und besitzen dadurch das stetige Potential für massivste Veränderungen durch natürliche oder künstliche Konflikte von innen wie außen. *

Die Komplexität in der Sache liegt darin, dass Regierungen bzw. Kräfte, welche in der Ummantelung installiert bzw. verankert sind, kaum bis gar nicht das Interesse verspüren, eben jenen Strukturen, aus denen heraus sie agieren und ihre Macht schöpfen, für tiefgreifende Veränderungen und Wandel, zu nutzen bzw. zu öffnen. Das heißt, die Macht neu und vor allem Fair zu verteilen und ein Prozess der flüssigen Transformation hin zu einer ausgereiften Staatsform zu ermöglichen.

Sie selbst sehen sich (subjektiv) als „vollständig ausgereift“ bzw. als „absolut notwendig“ an und beanspruchen das Gewaltmonopol „auf alle Zeit“. Dies hat zur Folge, dass die „Staatsmäntel“ sich stets gegen jeglichen äußeren Druck in Form von Auflösungs, Veränderung oder Ersetzungswillen der Anderen, zu „wehren“ haben. Wird diesem Druck aber nicht nachgegeben, entsteht eine Form von „Konfliktenergie“, welche alle Lager umfasst und dafür sorgt, dass eine stärkere Spaltung und Polarisierung entsteht. Dabei gilt, je mehr die Konfliktenergie sich verdichtet, umso wahrscheinlicher wird es, dass diese sich entsprechend entlädt. Die Entladung findet auf den unterschielichste Ebenen und Arten statt. (Was von diversen Variabeln abhängt. *)

Diese Entladung stößt ein Prozess an, welcher vorerst nur 2 Resultate mit sich bringt. Entweder der Staatsmantel und dessen Form/Politik wird verändert oder er wird noch massiver „geschützt“ und „eingebunkert“. Im letzteren Fall wird die Regierung autoritärer und beginnt sein Gewaltmonopol immer ungehemmter gegen die anderen Lager einzusetzen.
Dies führt dazu, dass vermehrt Energie zur Aufrechterhaltung des Status quo verwendet werden muss, da der Gegenpart auf seiner Seite im Gegenzug höhere Einsätze in den Topf wirft. Er wendet ebenfalls mehr Energie/Gewalt an, um sein Ziel zu erreichen. Es entsteht eine sich umkreisende Verkettung von Erhaltungs- und Veränderungswillen. In der langen Reihe von Abfolgen, führt es schlussendlich dazu, dass sich langsam aber sicher, ein vollkommener, ausgereifter Staatsmantel herauskristallisiert. Dieser wird aufgrund der unzähligen Kreisläufe so transformiert, dass die Konfliktenergie durch die stetigen Veränderungen und Verbesserungen, schrittweise an potential verliert und versandet. (Sofern nicht von außerhalb z.B. durch einen anderen Staat in diesem natürlichen Prozess eingegriffen wird.*)
Ab hier an gibt es nur noch wenige Bereiche, die einer tiefer gehenden Veränderung bedürfen.

Das 21. Jahrhundert und seine erhöhte Entwicklungsgeschwindigkeit führt also aktuell dazu, das sich der Kreislauf zwischen beiden Polen vermehrt schneller dreht, während die Konfliktenergie aufgrund von starkem Veränderungswillen und dem gegenüber stehenden massivsten Erhaltungswillen, immer weiter potenziert. Dies ist einer der Gründe, warum wir aktuell in einer Zeit der ständig ausbrechenden Konflikte und Umbrüchen leben. Dem zur Folge werden alle Staaten dieser Erde einer tiefgehenden Transformation und Ausreifung unterzogen.

  • In den nachfolgenden Teilen werden einige Aspekte vertieft und weitere Themen angeknüpft.
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Eine Komplexer werdende Welt und das individuelle Aufklären eben dieser

Im Jahre 2020 stellt sich die Welt so komplex wie nie zuvor dar.

Wo sich normalerweise das Verständnis von der Welt mit dem Fortschritt der Jahre Stück für Stück aufklärt, scheint es nun so, das die Welt und das Geschehen auf ihr sich wieder schrittweise vernebelt und in undurchdringlicher Dunkelheit verfängt.

Wer die Welt verstehen möchte, steht vor einem Gebirge mit dem äquivalent von 1000 Mount Everest an unterschiedlichsten Entwicklungen und jeden Tag kommen neue Bergketten dazu.

Die Welt wird nicht einfacher, die Welt wird schwerer.

Scheinbar wächst die Vielfalt an Entwicklungen exponentiell. Unendlich viele Variablen, welche die Zukunft immer schwieriger einschätzen lassen und so für eine zunehmende Unsicherheit und Verlust von Urvertrauen den Boden bereitet.

Wenn man nun aber doch den Urtrieb der Neugier und das stillen des Wissensdurstes in sich verspürt und unbedingt die Welt verstehen möchte, stellt sich die Frage, wo man überhaupt anfängt. Wo fängt man an, wenn man nun z.B so etwas Komplexes wie eine gesellschaftliche Entwicklung verstehen möchte?

Im Jahre 2020 stellt sich die Welt so komplex wie nie zuvor dar.

So trivial es sich nun auch anhören mag, so muss man natürlich am „Anfang“ anfangen. Man muss sich überlegen, wann eine Entwicklung zum erst mal zu Tage trat und dann noch ein weiteres Mal schauen, wann die Entwicklungen begannen, welche zu einer bestimmten Entwicklung führten. Wer etwas im Heute verstehen möchte muss immer zurückschauen.

Und das Schauen ist in diesem Fall eine Metapher dafür, sich spezifisches Wissen anzueignen. Sich selber eigene Gedanken machen, selber versuchen logische Schlüsse zu ziehen, und sich Fragen aufwerfen, welche zu dem Kern einer Sache führen. Man muss schauen, wo der eigene Istzustand zu den jeweiligen Themen ist. Was weiß ich bereits, was vermute ich, wo habe ich generelle Lücken, was habe ich für Möglichkeiten diese Lücken zu füllen und kann ich mit dem was ich bisher zusammengetragen habe, ein wenig herum spekulieren.

Dann geht man auf die „Weltbibliothek“ über. Was haben andere bereits zu diesen Themen erarbeitet. Man sucht nach Büchern mit Themen die in Richtung der Fragestellung gehen, man schaut, ob es eventuell Dokus gibt, die man gucken kann, ob es spezifische Zeitschriften gibt, bei denen man gegebenenfalls Ausgaben nachbestellt, ob es Artikel und Videos dazu im Internet auf Portalen oder Blogs gibt.

Wenn man Antworten auf Fragen haben möchte, muss man recherchieren. Das ist Arbeit. Aber diese Art der Arbeit zahlt sich unendlich-fach für die eigene innere Entwicklung aus. Man wächst mit der Erkenntnis. Alleine das recherchieren an sich, das Suchen, das gezielte Fragen, das Spekulieren… All dass sorgt dafür, das der eigene Geist an neuer und fester Struktur gewinnt. Man lichtet seinen Geist. Man erzieht sich selbst zu etwas Höheren. Man erarbeitet sich einen höheren Horizont, auf dem man zurecht stolz sein kann.

Dieser wachsende Geist wird einem auf ewig begleiten und stets fruchtbar ausstrahlen.

Auch wird man im Verlauf immer Geübter und schneller. Man bekommt ein Gespür dafür, in welche Richtungen man schauen muss, um die gesuchten Antworten zu finden.

Je mehr man dann dieses gezielte Arbeiten und Erziehen vollführt, umso mehr lichtet sich die Dunkelheit und Komplexität, in welcher man die Welt zuvor betrachtet hat.

In diesem Blog werde ich versuchen, unter anderem nach dieser „Art der Aufklärung“ zu arbeiten.

Endymion

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Was verstehe ich unter Bloggen?

Von der eigenen Mündigkeit, Idealismus und Büchern

In erster Linie kommt es natürlich auf den ausgerichteten Schwerpunkt drauf an, wie sich das Ganze letztendlich gestaltet.

EinsameMasse zum Beispiel ist ein Blog der sich in erster Instanz auf gesellschaftliche/mediale/politische “Metaebenen” konzentriert. Das heißt Grundlagen. Etwas worauf alles Weitere aufbaut.

So gibt es z.B. elementare Grundsätze in der Gesellschaft/Medien/Politik die vor allem anderen stehen bzw. worauf alles Weitere fußt – wie zum Beispiel Staatstheorie, Gewaltenteilung, politische/staatliche/gesellschaftliche Organe, Verflechtungen der Organe mit außenstehenden Strukturen, militärische Ausrichtung, Gesellschaft, ethnische Strukturen usw. Darauf folgt/basiert dann das gesellschaftliche/mediale/politische Tagesgeschäft.

Das alles ist bereits ein Bereich, über den man tonnenweise Artikel schreiben kann. Der Blog beschäftigt sich dann entsprechend damit, Zusammenhänge analytisch/synthetisch in bestimmte Kontexte zu setzen. Ziel ist es, weitere Perspektiven zu ermöglichen, welche so für ein Blog-spezielles Gesamtbild sorgen.

Dabei geht es mir – wie bei vielen anderen Bloggern auch- unter anderem darum Dogmen, Framing, Widersprüche, Korruption, Heuchelei, künstliche Narrative, unterschiedliche gesellschaftliche Entwicklungen usw. in einem eigenen Stil aufzuzeigen und ggf. aufzubrechen.

Das Bloggen als Hilfsmittel zur eigenen Aufklärung und “Mündigkeit”

Gerade wenn man sich immer und immer wieder Grundelemente der “Metaebenen” ins Bewusstsein ruft und diese in bestimmten Facetten beleuchtet, bekommt man eine stets fester werdende Vorstellung von äußeren, grundsätzlichen Abläufen. Diese wachsende Festigung, erleichtern es einem wiederum, eine eigene Struktur aufzubauen. Eine innerliche Struktur des aufgeklärten Überblickes, der Stärke und eines umfassenderen Verständnisses.

Und eine solche verinnerlichte Struktur soll auch als Grundlage und Beispiel dafür dienen, wie man sich von selbst – ohne Hilfestellungen von außen- fortan eigene Beobachtungen und das ziehen von Schlüssen aneignen kann. Es soll auch die Einstellung dafür schaffen, das kritische Arbeit/Auseinandersetzung mit scheinbar komplexen Themen durchaus Spaß machen kann und der zeitliche Aufwand sich definitiv lohnt. Man gewinnt dadurch stetig an Tiefe und neuen Facetten.

Man erzieht sich so zu einer

Wahrhaft mündigen Person!

Doch wer könnte schon das Ganze prägnanter Ausdrücken als Emanuel Kant:
“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.”

Bloggen als Ideal.

Damit kommen wir indirekt zu einem weiteren Schwerpunkt des Blogs.

Idealismus.

Selbst bin ich ein ziemlicher Idealist. Einerseits in dem eigentlichen Sinne des Idealismus als Gegensatz zum Materialismus. (Für mich steht die “Idee” als Ursprung und damit als Ausgangspunkt der materiellen Welt und nicht die Materie als Ausgangspunkt allen Seins) andererseits als ein Anhänger der Idee, das es Ideen sind, welche das geschehen auf der Welt – fern ab von den (rahmengebenden) Trieben und determinierender Genetik- maßstäblich bestimmen.

Jede noch so erdenkliche Idee hat immensen Einfluss auf die Ausprägung unserer Persönlichkeit.

Es gibt eine innerliche Hierarchie, nach der wir unser Leben ausrichten und woran wir glauben. Ideale spielen eine inhärente Rolle für unsere Ausrichtung. Der Struktur und dem Aufbau des Selbst. Hier spielt in letzter Konsequenz alles eine/die entscheidungstragende Rolle. Ob es nun ganz banal darum geht, was ich mir von meinem Monatslohn alles kaufen werde oder überaus bedeutsam, wie ich als König, Kanzler oder Diktator einen Staat in allen möglichen Belangen lenke. Ob ich es gut finde das wir Raketen ins All schießen, oder ob ich der Meinung bin, die Menschheit solle lieber wieder in Höhlen wohnen. Ob ich denke, dass es einen Klimawandel gibt oder nicht. Ob ich Selbstjustiz als legitim erachte oder davon überzeugt bin, das nur eine staatliche Judikative das recht zum Verurteilen hat. Jede Entscheidung, jede Überzeugung wird durch ein Konstrukt unterschiedlichster Ideale (und Bedürfnisse) gefiltert.

ALLES in uns steht allzeit in gegenseitiger Wechselwirkung. Und jede neue Idee sorgt dafür, das diese grundlegende, innere Wechselwirkung auf eine weitere Ebene gehievt wird. Und je nach dem wie “stark” diese Idee ist, hat sie einen großen oder einen unbedeutenden Impact auf uns.

Deswegen (um wieder zurückzukommen) macht es für mich einen “ultimativen” Unterschied, ob ich glaube oder denke, was denn bereits am Anfang war. Es geht um eine grundsätzliche Hoheit, Materie ist determiniert, Idee ist Möglichkeit (Indeterminismus). Ich glaube daran, dass die Idee in letzter Konsequenz das eigentlich Determinierte ändern kann und nicht das viele Möglichkeiten, in letzter Konsequenz unbeeinflussbar und damit determiniert sind. Für mich kann man daher alles aufbrechen, es gibt keine Materie oder Sachverhalt, der sich nicht ändern oder aufbrechen lässt. (Wie im Guten als auch Schlechten)

Letztendlich bzw. praktisch leben wir aber in einer Beziehung und Wechselwirkung zwischen den Polen Materialismus (Determinismus) und Idealismus (Indeterminismus). Beides bedingt einander. Ideen müssen sich verfestigen um bestand zu haben. Wenn niemand eine Idee in die “materielle” Realität umsetzt, bleibt es bloß eine Idee und bekommt keine Tragkraft. Tragkraft bekommen Ideen nur, wenn sie sich verfestigen, zu “Materie” sprich realitätsbildenen Konstrukten werden.

Als Idealist interessiere ich mich für sehr viele Formen von Ideen.

Deswegen wird Idealismus eine sehr große Rolle in diesem Blog haben. Vor allem weil Ideen Grundsätze sind und Metaebenen bilden, auf denen dann alles weitere aufbaut. Zum Beispiel ist der Kapitalismus oder Kommunismus ein Ideal, welcher am Anfang eines Wirtschaftssystems stehend, unendlich viele weitere Entwicklungen bestimmt hat.

In diesem Blog werde ich einige idealistische Konzepte behandeln und diese ein bisschen bearbeiten. Zum Beispiel sind Konservatismus und Liberalismus ein Thema, welches die Welt schon immer aufs extremste bewegt hat. Heute – gefühlt – wie nie zu vor. Wer sich als konservativ betrachtet hat oft eine komplett andere Ansicht über die Welt, wie jemand, der liberal ist. Ein Konservativer will die Welt anders regiert haben, als jemand, der liberal ist. Eine Gesellschaft entwickelt sich in einem liberalen System anders als wie in einem Konservativen.

All das zeigt auf, wie sehr Ideale unsere Welt formen.

Es gibt so dermaßen viele “Ismen” die ihre ganz eigenen Einflüsse ausüben. Und um die Welt zu verstehen muss man sich mit diesen Einflüssen auseinandersetzen.

Bücherbesprechung

Als weiteren wichtigen Punkt für diesen Blog werde ich ab und an das eine oder andere Sachbuch behandeln. Fast jedes Sachbuch hat irgendwo den einen oder anderen Punkt, welcher es Wert ist, eingehender beleuchtet zu werden. Vor allem wenn diese Punkte sich mit den Grundsätzen dieses Blogs decken.

Als Beispiel dient da z.B. das Buch „Einsame Masse“ von David Riesman, welches 1950 erschien und es sich dabei um eine soziologische Analyse der amerikanischen Gesellschaft handelt. Der Ursprung des Namens dieses Blogs. – Welcher sich aber nicht auf den Inhalt bezieht, sondern ausschließlich auf den Begriff an sich und dessen Wirkung.

Was das genau bedeutet, werde ich in einem speziellen Beitrag über die Namensgebung -EinsameMasse- näher beschreiben.

Historische Ereignisse, Wissenschaft und Co

Und als letzte wichtige Punkte werde ich ab und an auch mal über wissenschaftlichen Themen berichten oder bestimmte Ereignisse in der Geschichtliche beleuchten, wo ich meine das diese zum Blog passen.

In diesem Sinne hebe ich feierlich einen auf den Blog und dessen Zukunft 😉

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Gedanken in einem bestehenden Meer von Milliarden anderen

Schon seit über einem Jahrzehnt spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, einen Blog zu starten.

Einen weiteren Blog unter tausenden. Einen weiteren Blog mit Gedanken und Ideen, wie sie zu Myriaden malen bereits gedacht und ausgedrückt wurden.

Im Jahre 2020 gibt es eigentlich kaum noch etwas, das nicht bereits gedacht wurde. Was nicht aktuell gedacht wird und was auch in Zukunft noch tausende male durch die Köpfe der Menschen fließt.

Warum seine Gedanken in einem bestehenden Meer von Milliarden dazu rinnen lassen..

Warum in einem Meer aus Milliarden Gedanken weitere Male eintauchen.

Warum dies Meerwasser trinken und durch den eigenen Körper fließen lassen.

Warum die eigenen Zellen mit diesem Wasser speisen.

Es ist die innere Natur die uns dazu bestimmt, alles Äußere aufzunehmen und zu verstoffwechseln. Es zu verinnerlichen, verdauen und alle Überbleibsel – welche nicht genutzt werden- wieder aus zustoßen. Egal ob es materielle Nahrung ist oder stete geistige Erfahrung.

Wir befinden uns permanent in Wechselwirkung mit unserer Umwelt.

So ziehen wir stets das Äußere nach innen und stoßen das Innere nach außen ab. Das Äußere beeinflusst uns und wir beeinflussen das Äußere. Und je nach Umstand überwiegt mal das eine und mal das andere.

Mal sind wir es, welche Tag ein und Tag aus durch unzählige äußere Gedanken gefüttert oder gemästet werden, mal sind wir, es welche andere durch unsere Gedanken und Worte füttern oder mästen. Eine stete Dichotomie zwischen Aufnahme und Abgabe. Zwischen Inhalation und Exhalation.

Die Dimensionen, welche dieses Spiel annimmt, sind so gewaltig, das dem gegenüber selbst der Olympus Mons (auf dem Mars) wie ein einfältiger Zwerg wirkt. Aber auch der Olympus Mons (als Sitz der griechischen Götter) mit all seinen Ränkespielen und Einflüssen auf die Welt der Sterblichen, ist nichts im Gegensatz zu dem, was wir unter einander miteinander erleben und durchleben. Auch Götter und Engel sind törichte Einfaltspinsel im Gegensatz zu uns Menschen, welche seit Jahrtausenden durch ein Gebirge der höchsten Gipfel und tiefsten Täler umher schreiten. Die Menschheit watete unzählige Male durch des Tartaros Höllenfeuer, wo selbst die Fürsten und Dämonen an unserem Leid erschraken und unzählige Male überragten wir die reinsten Götter um Äonen und ließen sie wie die schmutzigsten Staubfänger dastehen.

Das irdische Spiel, welches sich um das „Individuum im Tanze mit dem Kollektiv“ dreht, findet auf Myriaden unterschiedlicher Bühnen statt. Es gibt kaum ein Stück, welches nicht gespielt und kaum noch Bühnen die nicht bereits gebaut wurden. Schriftsteller und Architekten dieser Welt haben fast alles geschrieben, alles gebaut. Und was noch fehlt, ist der ultimative Abschluss.

Das was alles zerstört oder das, was alles heilt.

Was heute in der Welt an einem Tag geschieht, ist gefüttert mit Geschichten und Umständen, welche vor vielen Generationen ganze Jahre ausfüllen konnten. Was heute in einem Jahr passiert, wäre damals in Jahrzehnten nicht geschehen. Und was heute in einer Dekade geschieht… Damals hätte man damit Jahrhunderte reichhaltig auskleiden können.

Das betrifft sowohl die Wechselwirkung der Individuen als auch der des Kollektives. Das, was auf den Menschen tagtäglich einströmt, sind Tonnen an Umstände und Erfahrungen und das, was auf die Menschheit tagtäglich an Geschehnissen niederprasselt… da wäre das Äquivalent die Masse vom Jupiter… Und um hier wieder auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen.

-Das Theater mit all seinen Bühnenstücken ist viel zu interessant, um sich keine dieser vielen Geschichten genauer anzuschauen. Ich will die Stücke sehen und sie verstehen. Sie für mich in Korrelation bringen. Ich will durch das Meer tauchen, es inhalieren und ausatmen. Ich will bereits betretene Pfade entlang wandern und alte neu entdecken.

Und in der Zeit von vor einer Dekade, wo ich den ersten Blogeintrag schreiben wollte und heute, wo der erste Eintrag geschrieben wird, ist viel passiert. Es ist viel durch mich hindurchgeflossen und es wurde auch sehr viel ausgestoßen.

Ich habe viel gelernt, viel gesehen, viel gespürt, viel gelacht, viel geweint, viel gelitten und viel gestrahlt.

Und nun, wo das letzte Bühnenstück geschrieben und errichtet wird, möchte ich noch ein mal daran teilhaben, in dem ich all das auf eine eigene Bühne hieve.

Dieser Blog ist die einsame Masse

Auch wenn alles bereits gedacht wurde… So wir sind bloß „Zwerge auf den Schultern von Riesen“…

Endymion