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Transformation und Ausreifung von Staatsstrukturen im 21. Jahrhundert. Teil 1: Einführung und Übersicht

Das 21. Jahrhundert ist eine Epoche, welche vor allem dadurch besticht, dass sich politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische „Vorgänge“ immer schneller entwickeln und stetig an neuen Situationen angepasst werden müssen. Alles schreitet kontinuierlich voran, ordnet sich neu, wird ausgetauscht. Alles wird fließender.
Dies führt dazu, dass das, was heute aktuell ist, oftmals am Tage darauf schon als veraltet wahrgenommen wird.
Ordnungs- und Herrschaftsstrukturen werden nur dann nicht überholt und fortgespült, wenn diese zu jeder Zeit in der Lage sind, sich den Umständen entsprechend umzustrukturieren bzw. anzupassen. Dazu bedürfen jene Systeme aber eine weit fortgeschrittene Form der Ausreifung. Nur so können sie ihre „alte“ Identität ohne größere Mühen behalten.*
Wenn diese sich hingegen nicht verändern oder anpassen wollen, benötigen sie immer größer werdende Mittel und Kraftanstrengungen, um sich gegen das Auflösen, verändert oder ausgetauscht werden, erfolgreich zu wehren. In dieser Reihe konzentrieren wir uns unter anderem darauf, was es bedeutet, wenn Länder und Staaten in diesem „Spannungsfeld der schnellen Vorgänge“ eingebunden sind.

Wenn wir diese „Entwicklung der schneller werdenden Veränderungen“ auf Basis der Staatstheorie an einem nach innen gerichteten Staat anwenden, ergeben sich so immer häufiger Ursachen, welche tiefgreifende Umwälzungen mit sich bringen. Zu große Unterschiede zwischen „Regierende und Regierte“ brechen unmittelbarer in übergreifende Konflikte aus.
Wenn ein Land z.B. hauptsächlich durch die Exekutivgewalt beherrscht wird (aufgrund dessen ein machtpolitisches Ungleichgewicht innerhalb der Gewaltenteilung entsteht) und seine Macht missbraucht, wird sich natürlicher und gezwungener Maßen, eine Gegenkraft herausbilden. Diese hat die Möglichkeit z.B. durch eine gezielte Form von Aufklärung und Aktivismus, die Bevölkerungsmasse auf breiter Ebene zu verändern. Aufgrund dieser „Anpassung an den Umständen“, erhält sie die Kraft, den „Staat“ bzw. die Regierung „als Mantel des Staates“, in andere Richtungen zu drücken.
Sie zwingt dann ihrerseits alten Strukturen dazu, sich gegenüber Neuem zu öffnen und so Raum für Veränderungen zu schaffen. Die Bevölkerung wirkt in diesem Fall als der ausschlaggebende Katalysator. (Es gibt darüber hinaus viele weitere Konstellationen, welche einen Wandel ermöglichen. *) Diese Entwicklung wird im fortschreitendem 21. Jahrhundert immer häufiger und schneller vollzogen werden.

Wenn eine kritische Bevölkerungsmasse in der Lage ist, eine Staatsform bzw. die Ummantelung eines Staates, zu verändern oder gar auszutauschen, bleibt „das Prinzip des Staates als fester Kern“ davon aber unangetastet.
Denn der Staat als Idee bzw. Ordnungsform und „Ding an sich“, ist in Sinn und Zweck, vollkommen ausgereift. Nur die Prägung bzw. Form von Staaten, die Struktur um den Staatskern herum, ist bis heute nie zu einer Ausreifung im Sinne der „Vollendung“ gelangt. Man kann daher sagen, dass heutige Staaten zwar einen perfekten Kern haben, es darüber hinaus aber nicht schaffen, eine ummantelende Struktur -sprich Staatsform- zu entwickeln, welche einen ausgereiften Charakter besitzt. Fast alle Staaten dieser Welt sind in ihrer Ausprägung bei weitem nicht ausgereift und besitzen dadurch das stetige Potential für massivste Veränderungen durch natürliche oder künstliche Konflikte von innen wie außen. *

Die Komplexität in der Sache liegt darin, dass Regierungen bzw. Kräfte, welche in der Ummantelung installiert bzw. verankert sind, kaum bis gar nicht das Interesse verspüren, eben jenen Strukturen, aus denen heraus sie agieren und ihre Macht schöpfen, für tiefgreifende Veränderungen und Wandel, zu nutzen bzw. zu öffnen. Das heißt, die Macht neu und vor allem Fair zu verteilen und ein Prozess der flüssigen Transformation hin zu einer ausgereiften Staatsform zu ermöglichen.

Sie selbst sehen sich (subjektiv) als „vollständig ausgereift“ bzw. als „absolut notwendig“ an und beanspruchen das Gewaltmonopol „auf alle Zeit“. Dies hat zur Folge, dass die „Staatsmäntel“ sich stets gegen jeglichen äußeren Druck in Form von Auflösungs, Veränderung oder Ersetzungswillen der Anderen, zu „wehren“ haben. Wird diesem Druck aber nicht nachgegeben, entsteht eine Form von „Konfliktenergie“, welche alle Lager umfasst und dafür sorgt, dass eine stärkere Spaltung und Polarisierung entsteht. Dabei gilt, je mehr die Konfliktenergie sich verdichtet, umso wahrscheinlicher wird es, dass diese sich entsprechend entlädt. Die Entladung findet auf den unterschielichste Ebenen und Arten statt. (Was von diversen Variabeln abhängt. *)

Diese Entladung stößt ein Prozess an, welcher vorerst nur 2 Resultate mit sich bringt. Entweder der Staatsmantel und dessen Form/Politik wird verändert oder er wird noch massiver „geschützt“ und „eingebunkert“. Im letzteren Fall wird die Regierung autoritärer und beginnt sein Gewaltmonopol immer ungehemmter gegen die anderen Lager einzusetzen.
Dies führt dazu, dass vermehrt Energie zur Aufrechterhaltung des Status quo verwendet werden muss, da der Gegenpart auf seiner Seite im Gegenzug höhere Einsätze in den Topf wirft. Er wendet ebenfalls mehr Energie/Gewalt an, um sein Ziel zu erreichen. Es entsteht eine sich umkreisende Verkettung von Erhaltungs- und Veränderungswillen. In der langen Reihe von Abfolgen, führt es schlussendlich dazu, dass sich langsam aber sicher, ein vollkommener, ausgereifter Staatsmantel herauskristallisiert. Dieser wird aufgrund der unzähligen Kreisläufe so transformiert, dass die Konfliktenergie durch die stetigen Veränderungen und Verbesserungen, schrittweise an potential verliert und versandet. (Sofern nicht von außerhalb z.B. durch einen anderen Staat in diesem natürlichen Prozess eingegriffen wird.*)
Ab hier an gibt es nur noch wenige Bereiche, die einer tiefer gehenden Veränderung bedürfen.

Das 21. Jahrhundert und seine erhöhte Entwicklungsgeschwindigkeit führt also aktuell dazu, das sich der Kreislauf zwischen beiden Polen vermehrt schneller dreht, während die Konfliktenergie aufgrund von starkem Veränderungswillen und dem gegenüber stehenden massivsten Erhaltungswillen, immer weiter potenziert. Dies ist einer der Gründe, warum wir aktuell in einer Zeit der ständig ausbrechenden Konflikte und Umbrüchen leben. Dem zur Folge werden alle Staaten dieser Erde einer tiefgehenden Transformation und Ausreifung unterzogen.

  • In den nachfolgenden Teilen werden einige Aspekte vertieft und weitere Themen angeknüpft.
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Endys Lyrik

Die Abfolge

Wie eine Kette aus umstürzenden Dominosteinen schlägt das Leben die unterschiedlichsten Bahnen durch unser Sein. Jedes Ereignis stößt ein weiteres an, teilt sich auf, verzweigt sich, umschlingt einander, gestaltet sich aus. Doch keiner der umgefallenen Steine fällt gänzlich aus dem Spiel heraus. Sie alle bleiben liegen, verwurzeln sich, bilden auf dem Absatz des Lebens neue Spielbretter, weitere Sedimentschichten. Sie wirken fruchtbar oder zerstörerisch, strahlen Kräfte aus und beeinflussen, bis zum Ende unseres Seins, das sich auf ihnen stets weiterspinnende Spiel der sich gegenseitig anstoßenden Lebensereignisse.

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Endys Lyrik

Das zerbrochene Zimmer

Unzählige Fragmente des zerbrochenen Zimmers liegen chaotisch nebeneinander dar und nur wenige Überbleibsel ermöglichen es gerade noch, den ursprünglichen Zustand erahnen zu lassen.
Die Kraft welche sich hier entfaltete und den Raum zur Gänze aus seiner Angel warf, scheint so exotisch gewesen zu sein, dass es ein unmögliches Unterfangen wäre, heraus zu finden, was hier geschah. Zu den Fragmenten gesellen sich verschiedenste spiegelglatte Kristalle, welche aus dem gespaltenen Boden sprießen und die Szenerie in ein verschrobenes Kaleidoskop verwandeln. Sie reflektieren alles in einem unendlichen Wechselspiel und brechen das noch vorhandene Licht, in den unterschiedlichsten Spektren auf. Durch die Zersplitterung der Wände entgleitet selbst den umliegenden Räumen ihre tiefe Identität. Denn aufgehoben sind die schützenden Grenzen des Mauerwerks und so verschmilzt jene unbekannte Kraft alle Konturen zu einer neuen Form.

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Göttin Dementia

Der Geist dieser Welt ist zum Verblassen da.
In seiner reinen Form – zu hell, zu klar und viel zu tief
So dringe ein und verknüpfe alle Anfänge und Enden, zu einem neuen Tempel, der nur deiner dient.
Du bist die Weberin, welche aus Fäden verworrene Labyrinthe spinnt, die Glaserin derer Brillen ins Unendliche gesprungen sind,
der trübe Saft, welcher von unten nach oben, durch unser Bewusstsein rinnt.
Du bist der Adler Ethon, welcher unsere aller Lebern frisst, das Fraktal, welches das Ganze durch den Tartaros bricht.
Dein Altar ist unsere Stirn, wo geopfert wird, dass heilige Hirn.
Bis alles, was war, nicht mehr zusammen passt.
Bis Dementia, vom Anfang zum Ende, alles umfasst.

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Endys Malerei

DemonsLostTheirProphet

Das Bild gehört zu einer Gruppe von Werken, welche eine etwas verdrehte Version von christlichen Motiven darstellen. Fühlt euch aber bitte dadurch nicht angegriffen. Ich bin davon überzeugt, dass die Götter aller Religionen sich nicht durch Blasphemie aus der Rolle bringen lassen und über allem stehen (: -Das Bild wurde komplett digital erstellt -von der Skizze bis zur Colourierung. ~2012

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ALicE

ALicE -Kugelschreiberskizze, digital Colouriert ~2012

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Endys Lyrik

Das Gewand

Eingepackt in einem scheinbar unendlich dichtem, unauflösbaren Gewand, drangen Jahrtausende lang, kaum noch Lichtstrahlen zu mir durch. Wenige Winde und selbst größte Stürme waren zu kraftlos, meine Lungen zu füllen. Myriaden Regentropfen reichten nicht aus, den Stoff zu durchnässen. Kein Getrommel laut genug, den Schall in meine Ohren zu tragen und keine Liebe nah genug, mich zu erwärmen.
So war es mir nie möglich zu wachsen, um neue Welten zu erobern.
Nie möglich, dass heilige Prana durch meine Lungen zu ziehen, um mein Wesen mit Energie zu füllen.
Nie möglich, Durst oder Neugier zu stillen, um Erfüllung zu erfahren oder gar einen Funken zu erhaschen, welcher in mir ein loderndes Feuer entzünden würde.
Das Gewand gleich einem undurchdringlichen Kokon, dessen verwobenes Garn, dass Entschlüpfen auf ewig verwehrt.

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Endys Malerei

Verwurzelt

By Endy 2015 – Bleistiftskizze und digitale Colourierung
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Die Schwelle

Wären die Grenzen des Überganges vom Traum zum Erwachen nur fließender, durchlässiger. Vom nebligen Erwachen zur Kontur gebenden Klarheit. Vom flüssigen Traumzustand zum kristallisierten Wachsein. Läge die Macht zwischen Traum und Realität in meinen Händen, so würde der Traum niemals enden – ich würde ihn ergreifen, in mich verweben und stets als Chimäre durch die Welten wandeln. Keine Schwelle wäre dicht genug, mich zu trennen, mich fernzuhalten von der Vollständigkeit. Ihre Siebkraft und der unentrinnbare Sog der äußeren Welten würden meine Seele nicht filtern, nicht scheiden können. Keine Vollmacht besitzen, meinem Bewusstsein den flüssigen Seelenkern zu entreißen. Nicht der Kraft befähigt sein, widerstandslos mich meiner leuchtendsten Elemente zu berauben. Mein Wesen zu fragmentieren und in ein dunkles Gebäude zu bannen. Jenes Haus, welches mich mein innerstes Wesen leugnen lässt, welches meine Sinne, meine Gedanken formt und mein Herz zügelt. Jener Ort welcher mein Feuer, mein Licht dämpft und zu einem kleinen Funken erkalten lässt. Wo finde ich den Baum, der mir den Geist offenbart, mich die Zauberformel lehrt, mich ermächtigt den Bann zu brechen, mir die Handfesseln löst um mich, in einer durch alle Schwellen wandelnde Chimäre, zu verwandeln.

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Eine Komplexer werdende Welt und das individuelle Aufklären eben dieser

Im Jahre 2020 stellt sich die Welt so komplex wie nie zuvor dar.

Wo sich normalerweise das Verständnis von der Welt mit dem Fortschritt der Jahre Stück für Stück aufklärt, scheint es nun so, das die Welt und das Geschehen auf ihr sich wieder schrittweise vernebelt und in undurchdringlicher Dunkelheit verfängt.

Wer die Welt verstehen möchte, steht vor einem Gebirge mit dem äquivalent von 1000 Mount Everest an unterschiedlichsten Entwicklungen und jeden Tag kommen neue Bergketten dazu.

Die Welt wird nicht einfacher, die Welt wird schwerer.

Scheinbar wächst die Vielfalt an Entwicklungen exponentiell. Unendlich viele Variablen, welche die Zukunft immer schwieriger einschätzen lassen und so für eine zunehmende Unsicherheit und Verlust von Urvertrauen den Boden bereitet.

Wenn man nun aber doch den Urtrieb der Neugier und das stillen des Wissensdurstes in sich verspürt und unbedingt die Welt verstehen möchte, stellt sich die Frage, wo man überhaupt anfängt. Wo fängt man an, wenn man nun z.B so etwas Komplexes wie eine gesellschaftliche Entwicklung verstehen möchte?

Im Jahre 2020 stellt sich die Welt so komplex wie nie zuvor dar.

So trivial es sich nun auch anhören mag, so muss man natürlich am „Anfang“ anfangen. Man muss sich überlegen, wann eine Entwicklung zum erst mal zu Tage trat und dann noch ein weiteres Mal schauen, wann die Entwicklungen begannen, welche zu einer bestimmten Entwicklung führten. Wer etwas im Heute verstehen möchte muss immer zurückschauen.

Und das Schauen ist in diesem Fall eine Metapher dafür, sich spezifisches Wissen anzueignen. Sich selber eigene Gedanken machen, selber versuchen logische Schlüsse zu ziehen, und sich Fragen aufwerfen, welche zu dem Kern einer Sache führen. Man muss schauen, wo der eigene Istzustand zu den jeweiligen Themen ist. Was weiß ich bereits, was vermute ich, wo habe ich generelle Lücken, was habe ich für Möglichkeiten diese Lücken zu füllen und kann ich mit dem was ich bisher zusammengetragen habe, ein wenig herum spekulieren.

Dann geht man auf die „Weltbibliothek“ über. Was haben andere bereits zu diesen Themen erarbeitet. Man sucht nach Büchern mit Themen die in Richtung der Fragestellung gehen, man schaut, ob es eventuell Dokus gibt, die man gucken kann, ob es spezifische Zeitschriften gibt, bei denen man gegebenenfalls Ausgaben nachbestellt, ob es Artikel und Videos dazu im Internet auf Portalen oder Blogs gibt.

Wenn man Antworten auf Fragen haben möchte, muss man recherchieren. Das ist Arbeit. Aber diese Art der Arbeit zahlt sich unendlich-fach für die eigene innere Entwicklung aus. Man wächst mit der Erkenntnis. Alleine das recherchieren an sich, das Suchen, das gezielte Fragen, das Spekulieren… All dass sorgt dafür, das der eigene Geist an neuer und fester Struktur gewinnt. Man lichtet seinen Geist. Man erzieht sich selbst zu etwas Höheren. Man erarbeitet sich einen höheren Horizont, auf dem man zurecht stolz sein kann.

Dieser wachsende Geist wird einem auf ewig begleiten und stets fruchtbar ausstrahlen.

Auch wird man im Verlauf immer Geübter und schneller. Man bekommt ein Gespür dafür, in welche Richtungen man schauen muss, um die gesuchten Antworten zu finden.

Je mehr man dann dieses gezielte Arbeiten und Erziehen vollführt, umso mehr lichtet sich die Dunkelheit und Komplexität, in welcher man die Welt zuvor betrachtet hat.

In diesem Blog werde ich versuchen, unter anderem nach dieser „Art der Aufklärung“ zu arbeiten.

Endymion