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Gedanken in einem bestehenden Meer von Milliarden anderen

Schon seit über einem Jahrzehnt spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, einen Blog zu starten.

Einen weiteren Blog unter tausenden. Einen weiteren Blog mit Gedanken und Ideen, wie sie zu Myriaden malen bereits gedacht und ausgedrückt wurden.

Im Jahre 2020 gibt es eigentlich kaum noch etwas, das nicht bereits gedacht wurde. Was nicht aktuell gedacht wird und was auch in Zukunft noch tausende male durch die Köpfe der Menschen fließt.

Warum seine Gedanken in einem bestehenden Meer von Milliarden dazu rinnen lassen..

Warum in einem Meer aus Milliarden Gedanken weitere Male eintauchen.

Warum dies Meerwasser trinken und durch den eigenen Körper fließen lassen.

Warum die eigenen Zellen mit diesem Wasser speisen.

Es ist die innere Natur die uns dazu bestimmt, alles Äußere aufzunehmen und zu verstoffwechseln. Es zu verinnerlichen, verdauen und alle Überbleibsel – welche nicht genutzt werden- wieder aus zustoßen. Egal ob es materielle Nahrung ist oder stete geistige Erfahrung.

Wir befinden uns permanent in Wechselwirkung mit unserer Umwelt.

So ziehen wir stets das Äußere nach innen und stoßen das Innere nach außen ab. Das Äußere beeinflusst uns und wir beeinflussen das Äußere. Und je nach Umstand überwiegt mal das eine und mal das andere.

Mal sind wir es, welche Tag ein und Tag aus durch unzählige äußere Gedanken gefüttert oder gemästet werden, mal sind wir, es welche andere durch unsere Gedanken und Worte füttern oder mästen. Eine stete Dichotomie zwischen Aufnahme und Abgabe. Zwischen Inhalation und Exhalation.

Die Dimensionen, welche dieses Spiel annimmt, sind so gewaltig, das dem gegenüber selbst der Olympus Mons (auf dem Mars) wie ein einfältiger Zwerg wirkt. Aber auch der Olympus Mons (als Sitz der griechischen Götter) mit all seinen Ränkespielen und Einflüssen auf die Welt der Sterblichen, ist nichts im Gegensatz zu dem, was wir unter einander miteinander erleben und durchleben. Auch Götter und Engel sind törichte Einfaltspinsel im Gegensatz zu uns Menschen, welche seit Jahrtausenden durch ein Gebirge der höchsten Gipfel und tiefsten Täler umher schreiten. Die Menschheit watete unzählige Male durch des Tartaros Höllenfeuer, wo selbst die Fürsten und Dämonen an unserem Leid erschraken und unzählige Male überragten wir die reinsten Götter um Äonen und ließen sie wie die schmutzigsten Staubfänger dastehen.

Das irdische Spiel, welches sich um das „Individuum im Tanze mit dem Kollektiv“ dreht, findet auf Myriaden unterschiedlicher Bühnen statt. Es gibt kaum ein Stück, welches nicht gespielt und kaum noch Bühnen die nicht bereits gebaut wurden. Schriftsteller und Architekten dieser Welt haben fast alles geschrieben, alles gebaut. Und was noch fehlt, ist der ultimative Abschluss.

Das was alles zerstört oder das, was alles heilt.

Was heute in der Welt an einem Tag geschieht, ist gefüttert mit Geschichten und Umständen, welche vor vielen Generationen ganze Jahre ausfüllen konnten. Was heute in einem Jahr passiert, wäre damals in Jahrzehnten nicht geschehen. Und was heute in einer Dekade geschieht… Damals hätte man damit Jahrhunderte reichhaltig auskleiden können.

Das betrifft sowohl die Wechselwirkung der Individuen als auch der des Kollektives. Das, was auf den Menschen tagtäglich einströmt, sind Tonnen an Umstände und Erfahrungen und das, was auf die Menschheit tagtäglich an Geschehnissen niederprasselt… da wäre das Äquivalent die Masse vom Jupiter… Und um hier wieder auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen.

-Das Theater mit all seinen Bühnenstücken ist viel zu interessant, um sich keine dieser vielen Geschichten genauer anzuschauen. Ich will die Stücke sehen und sie verstehen. Sie für mich in Korrelation bringen. Ich will durch das Meer tauchen, es inhalieren und ausatmen. Ich will bereits betretene Pfade entlang wandern und alte neu entdecken.

Und in der Zeit von vor einer Dekade, wo ich den ersten Blogeintrag schreiben wollte und heute, wo der erste Eintrag geschrieben wird, ist viel passiert. Es ist viel durch mich hindurchgeflossen und es wurde auch sehr viel ausgestoßen.

Ich habe viel gelernt, viel gesehen, viel gespürt, viel gelacht, viel geweint, viel gelitten und viel gestrahlt.

Und nun, wo das letzte Bühnenstück geschrieben und errichtet wird, möchte ich noch ein mal daran teilhaben, in dem ich all das auf eine eigene Bühne hieve.

Dieser Blog ist die einsame Masse

Auch wenn alles bereits gedacht wurde… So wir sind bloß „Zwerge auf den Schultern von Riesen“…

Endymion

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